Tipps und Tricks

Wanderimkern: die Bienen in die Obstblüte stellen

Jetzt ist es an der Zeit, wenn man Wanderimker ist, die Bienen in die Obstblüte zu stellen. Wir transportieren zur Zeit unsere Bienenvölker aus den Winterquartieren auf die Trachtstände. Aktuell in die Obstblüte.

Wie bereite ich ein Bienenvolk zur Wanderung vor?
Die noch in den Böden vorhandenen Einlegeplatten werden am Abend vor der Wanderung herausgenommen, damit die Bienen während der Wanderung genügend Luft haben. Bei einem Holzboden wird das geschlossene Bodenbrett durch einen Drahteinschub ersetzt.

Achten Sie darauf, dass die Bienen genügend “Trommelraum” haben.
Der “Trommelraum ist der Raum, in den sich die Bienen während der Wanderung als Traube aufketten. Er befindet sich zwischen der unteren Zarge und dem Draht des Bodens. Unsere Segeberger- oder Taunus – Zander Wanderböden, sowie unsere Varioböden nach Imkermeister Karl Pfefferle bieten einen genügend großen Trommelraum, so dass die Wanderung problemlos vorgenommen werden kann.

Am morgen der Wanderung:
Beginnen Sie mit dem verschließen der Fluglöcher. Hier kann man Schaumstoffstreifen nehmen, die man vorher in Wasser tränken sollte. Bequemer sind unsere Verschlußhölzer für Segeberger und Taunus-Zander Beuten. Verschließen Sie die Flüglöcher vor Beginn des Bienenfluges.

Sichern Sie jetzt die Beuten mit einem Wandergurt.
Nachdem alle Beuten so vorbereitet sind, können Sie mit dem Verladen beginnen. Achten Sie darauf, dass die Beuten nicht auf eine weiche Oberfläche gestellt werden, die das Lüftungsgitter verschließt.

Nachdem Sie an dem neuen Standplatz angekommen sind, stellen Sie erst alle Völker auf und öffnen dann die Flüglöcher. Schon nach weniger als 1 Stunde werden Sie feststellen, dass die ersten Bienen mit Pollen heim kommen.

Wichtig ist, dass der neue Standplatz mindestens 3 km vom alten Standplatz entfernt liegt, damit die Bienen nicht zurückfliegen.

TIPP:
Zu jeder Wanderung gehört neben Rauch, Abkehrbesen und Stockmeissel auch ein Wassersprüher – am besten ein Druckpumpenzerstäuber.

Mittelwände richtig einlöten:

Viele Imker sind sich nicht sicher, wo man die Mittelwände beim einlöten anlegt.
Oben?
Unten?
Die Meinungen gehen weit auseinander.

Wir können Ihnen bei dieser Streitfrage helfen.

Mittelwände werden immer unten am Rähmchen angelegt. Die Bienen bauen den Spalt zum oberen Rähmchenholz garantiert zu.
Sollte ein Spalt zum unteren Rähmchenholz beim einlöten entstehen, werden die Bienen die Mittelwand unten nicht anbauen, sondern den Spalt vergrößern.

Rähmchen drahten:

Viele Imker sind sich nicht sicher, wie man seine Rähmchen drahtet.
Quer ?
Längs?
Die Meinungen gehen weit auseinander.

Wir können Ihnen bei dieser Streitfrage helfen.

Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass sich Rähmchen die quer gedrahtet werden
in der Praxis besser bewähren. Der Grund liegt darin, dass sich die Seitenteile praktisch nicht verziehen und dadurch
die Rähmchen "In Form" bleiben. Wenn Sie "längs" drahten, besteht die Gefahr, dass sich die Oberträger sowie die
Unterträger durch die Spannung des Drahtes jeweils nach innen wölben. Dadurch entstehen zwischen den Rähmchen Abstände, die die Bienen mit Kittharz oder bei größeren Abständen mit Wachs zubauen. Das Trennen von Zargen wird dadurch
sehr erschwert. Darüber hinaus wird der Draht, der oben am Rähmchen entlangläuft oftmals beim Abkratzen der Wachsbrücken beschädigt.