Saisonale Tipps 2009

Unsere saisonalen Tipps für den Oktober und November


Unsere Bienenvölker stehen nun in den Winterständen

Jetzt ist Ruhe auf den Bienenständen eingekehrt. Die Völker sollten vollständig aufgefüttert und weiselrichtig sein. Daüber hinaus sollte jeder Imker bis jetzt mindestens eine Varroabehandlung gemacht haben.

Viele Imker, die die Sommerbehandlung ausgelassen haben, klagen schon jetzt über zusammengebrochene Völker.

Wir empfehlen deshalb dringend die seit Jahren bewährte Winterbehandlung mit einem der dafür zugelassenen und in der Apotheke zu erhaltenden Mittel vorzunehmen.

Ansonsten sollten Sie spätestens jetzt die Fluglöcher Ihrer Bienenkästen mäusesicher machen. Verwenden Sie dabei Mäusegitter oder spezielle Fluglochkeile. Verwenden Sie in Ihrer Imkerei Segeberger - oder Taunus Zander Kunststoffmagazinbeuten mit Wanderboden, brauchen Sie nichts zu machen, denn bei diesen Beuten sind die Fluglöcher grundsätzlich mäusesicher hergestellt.

Wir möchten noch darauf hinweisen, dass Imker, die ihre Bienen in Kunststoffmagazinbeuten halten, die Einlegelatten im Boden entfernt haben sollten. Ein offener Unterboden garantiert eine bessere und problemlosere Überwinterung und Sie werden keine verschimmelte Waben haben. Die Einlegeplatten werden im zeitigen Frühjahr wieder eingelegt. Dazu bekommen Sie von uns rechtzeitig eine Information.

Nach einem Jahr, in dem es in unserer Imkerei praktisch keinen Waldhonig, aber genügend Blütenhonig und Blütenpollen zu ernten gab, haben wir jetzt unsere Völker wieder auf den "Überwinterungsständen" zusammengezogen.

Dort warten unsere Bienen auf den kommenden Winter und das Frühjahr.

Die Winterarbeit des Imkers besteht jetzt darin, defekte Beuten zu reparieren, alte Waben auszuschneiden, Rähmchen für das Fühjahr vorzubereiten, die Begattungskästchen zu säubern, und alles wieder für die kommende Saison vorzubereiten.
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Unsere saisonalen Tipps für den August und September:


Unsere Bienen machen sich über die angepflanzten Ackersenf und Phacelia Felder her. Der Polleneintrag ist so groß, dass sich die Winterbienen nicht nur einen dicken 'Eiweißpanzer' anfressen, sondern auch noch viel Pollen eintragen, der im Frühjahr den Bienen zur Verfügung steht. Damit ist gewährleistet, dass das Brutnest der Volker durch den vorhandenen Pollen wesentlich größer ausfällt.

Zur Zeit kehrt Ruhe in den Bienenständen ein. Die Völker haben noch viele Waben Brut aus denen Winterbienen schlüpfen. Es ließe sich daher sagen, dass im August das Bienenjahr mit dem Wechsel zwischen Sommer- und Winterbienen beginnt. Es müssen genügend Winterbienen herangezogen werden um im Winter die notwendige Stockwärme zu gewährleisten.

Im September schrumpfen die Völker, da die sterbenden Sommerbienen nicht vollständig durch die jungen Winterbienen ersetzt werden können. Das Volk beginnt nun, mit den ersten kalten Nächten, sich als Traube im Stock zurück zu ziehen.

Varroabekämpfung:

Die Sommerbehandlung gegen die Varroa-Milbe sollte zwischenzeitlich abgeschlossen sein oder kurz vor ihrem Abschluss stehen. Im Idealfall ist die Behandlung durchgeführt worden und nur noch wenige Milben belasten das Bienenvolk.

Wer die Sommerbehandlung gegen die Varroa bisher vernachlässigt hat, kann spätestens jetzt noch gegen die Milbe vorgehen. Zum Beispiel mit der zur Varroabehandlung zugelassenen Ameisensäure ad. us. vet. (Hinweise zur Anwendung finden Sie hier - unter "Juli"). Nur durch die nun unverzügliche Behandlung der Völker können größere Verluste vermieden werden.

Auch die Winterbehandlung der Bienenvölker im Dezember z.B. mit Oxuvar oder Perizin aus der Apotheke, sollte man nicht vergessen, will man seinen Bienen einen optimalen Start in die Saison 2010 ermöglichen.

Wir empfehlen die Oberbehandlung mit 60%iger Ameisensäure. Die einzubringende Säuremenge ist vom Bienenstock abhängig: Blätterstöcke und einzargige Magazinbeuten (normale Volkstärke) werden mit 120ml Ameisensäure behandelt. Zweizargige Magazinbeuten mit 130ml.

Der Applikator (29,7 cm x 22,2 cm x 1 cm) besteht aus drei Elementen:

  1. einer grünen Kunststoff-Wanne zur Aufnahme des mit Ameisensäure zu tränkenden besonderen Schwammtuches (Schwammtuch ist im Preis inbegriffen), 
  2. einer kleineren, im Applikator festgehaltenen Lochplatte aus Kunststoff, 
  3. einer darüber liegenden grösseren Lochplatte von 29,7 cm Länge mit identischen Öffnungen. Durch Schieben dieser Platte kann der Applikator geschlossen oder die gewollte Verdunstungsfläche in qcm an Hand einer Skala eingestellt werden.

Völker letztmalig auf Weiselrichtigkeit prüfen!

Prüfen Sie Ihre Völker jetzt noch einmal auf Weiselrichtigkeit. Weissellose Völker die einwintern sterben leider. Um dies zu vermeiden lässt sich jetzt noch problemlos eine neue Königin zusetzen. Begattete Carnica Königinnen können Sie bei Bedarf auch jetzt noch aus unserer Taunus-Großimkerei beziehen.

Jetzt besteht auch noch die möglichkeit Völker problemlos umzuweiseln. Dies ist sogar bis Ende September möglich - von einem späteren Umweiseln raten wir jedoch ab, da dies für die inzwischen als Traube "überwinternden" Bienen Stress bedeutet. Im Notfall ist eine Umweiselung sogar im Oktober noch möglich.

Bei der Kontrolle auf Weiselrichtigkeit sollten Sie auch gleichzeitig die Futtervorräte der Völker prüfen. Fertig aufgefüttert ist ein einräumiges Volk, wenn die beiden äußeren Randwaben innen und außen komplett verdeckelt sind. Dies gilt auch für zweiräumige Völker, wobei hier der untere Raum zu mindestens 50% mit Futter vollgetragen sein sollte, um ein verhungern der Bienen im Winter zu vermeiden.

Merke: Es verhungern nur die starken guten Völker, nicht die "Schwächlinge"!

Aus der Praxis: Wir füttern unseren zweiräumigen Völkern ca. 25 kg Apiinvert und unseren einräumigen Völkern ca. 15 kg.

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Unsere saisonalen Tipps für den Juli - bis August:
Es ist jetzt an der Zeit mit der Varroabehandlung zu beginnen, will man das Heranwachsen gesunder Winterbienen nicht gefährden

Seit dreißig Jahren wütet die aus Asien eingeschleppte Varroa-Milbe unter Europas Bienenvölkern. In Deutschland gibt es fast kein Bienenvolk mehr, das frei von Varroa-Milben ist. Die Milbe verursacht allein in Deutschland Schäden von rund 15 Millionen Euro jährlich. Deshalb ist die Varroabehandlung in der heutigen Zeit wichtiger denn je. Wir bieten Ihnen erprobte und bewährte Gerätschaften und Hilfsmittel. Sie sollten Ihre Völker rechtzeitig gegen die Varroa behandeln. Es hat sich gezeigt, dass eine intensive Behandlung im Juli und August sehr wirkungsvoll ist. Die Restentmilbung im November/Dezember ist ebenfalls von größter Bedeutung und sollte unbedingt durchgeführt werden.

Typischer Weise ist der Befall mit Varroa-Milben im Frühjahr gering und steigert sich dann drastisch bis in den Spätsommer. Auch das natürliche schrumpfen der Bienenvölker im Spätsommer trägt zu einem starken Anstieg des relativen Befalls bei. Da dies die Aufzucht gesunder Winterbienen empfindlich stören kann, gilt es zum einen jetzt, bzw. nach dem letzten Abschleudern, umgehend aktiv zu werden und die Milbe in Schach sowie die Bienen gesund zu halten. Und das verstärkt bis ins Frühjahr bis zur ersten Tracht.

Der Spielraum zur Varroabekämpfung während der Trachtzeit ist dagegen sehr gering. So hat sich in dieser Zeit praktisch nur das Ausschneiden der Drohnenrähmchen (Baurahmen) durchgesetzt. Ableger und Jungvölker von denen man keinen Honig erntet kann man jedoch jederzeiz z.B. mit Bienenwohl behandeln.

Doch zurück zum Jetzt. Nach dem Abschleudern bietet sich die Behandlung der Völker mit der als Arzneimittel zugelassenen Ameisensäure ad. us. vet. an. Alternativ kann man die Varromilbe jetzt auch mit ApiLifeVar (auf der Basis von Thymol) bekämpfen. Letztere Methode ist sicherlich als die sanftere gegenüber Ameisensäure zu bezeichnen.

Zu beiden möchten wir Ihnen hier ein paar Tipps geben.

Varroabekämpfung:

Behandlung mit Ameisensäure 60% ad. us. vet. im Verdunster

Die Verwendung von Ameisensäure zur Varroabekämpfung ist nur nach Trachtende zulässig. Die Behandlung mit einem Verdunster sollte direkt nach dem Abschleudern (Juli) beginnen.
Immer gilt: Vorsicht im Umgang mit Säure! Halten Sie sich immer an die entsprechenden Sicherheitshinweise (1. Handschuhe, Schutzbrille, Eimer mit Wasser. 2. Spritzer sofort mit Wasser auswaschen. 3. Atemschutzmaske bei größeren Völkerzahlen. 4. Windrichtung beachten. Von dem eigenständigen Verdünnen der Säure raten wir ab – gefährlich! – kaufen Sie lieber die richtige Konzentration, oder greifen auf die Hilfe eines Apothekers zurück)!

Die empfohlene Dosis für ein- bzw. zweizargige Völker liegt im Spätsommer/ Herbst bei 6- 10 g Ameisensäure 60% pro Zarge und Tag, im Sommer (nach der Abschleuderung) bei 15- 20 g pro Zarge und Tag.


Wir empfehlen zur Verdunstung den Einsatz des APIDEA Säure-Applikators. Ein flexibles Werkzeug in der Hand des umweltbewussten Imkers.

Entsprechend den neueren Forschungsergebnissen muss es das Ziel der Säurebehandlung gegen die Varroa-Milbe sein, eine optimale Säurekonzentration in der Beute zu erhalten. Die Praxis zeigt, dass diese erreicht wird, wenn es gelingt, eine bestimmte tägliche Menge Säure (Gramm pro Tag) im Verhältnis zur Beute- und Volksgrösse zur Verdunstung zu bringen Das Erreichen dieser optimalen Säureverdunstung pro Tag hängt von vielen Elementen ab, vor allem von der Temperatur, den Ventilationsverhältnissen, der Volksstärke, der Wabenzahl etc., ist also für jeden Stand und jedes Volk etwas verschieden. Entsprechend muss der Imker die Verdunstungsöffnungen eines Applikators flexibel einstellen können.

Der APIDEA-Applikator ist ein Dispenser, der diese Bedingungen ideal erfüllt. Mit dem APIDEA-Applikator können Sie die Varroabehandlung mit Ameisensäure einfach, rasch und sicher durchführen. Das Schweizerische Zentrum für Bienenforschung in Liebefeld hat schon 1998 in einem Vergleich mit 5 Ameisensäure - Dispensern festgestellt, dass nur beim Apidea Applikator kein Königinnenverlust zu verzeichnen war, bei gleichzeitiger Wirksamkeit von 96%!

Hier möchten wir Ihnen die Verwendung unseres Taunus-Apidea Säure-Applikators kurz Erläutern:

Die Handhabung des Applikators selbst ist denkbar einfach:

  1. Die beiden Platten herausziehen.
  2. Die Ameisensäure gleichmäßig über das trockene Schwammtuch verteilen.
  3. Die kleinere Lochplatte bis zum Anschlag einschieben, dann die größere Lochplatte einschieben, bis der untere Rand mit dem Applikator bündig ist. Der Applikator ist nun geschlossen. Nicht lange in einer senkrechten oder schrägen Lage halten. Die Säure könnte ausfließen. 
  4. Unmittelbar vor dem Einlegen in die Beute (optimal während der Kühle des Morgens), die Verdunstungsfläche an Hand der Skala einstellen
    a.) Grundeinstellung (bei Unterbehandlung 10 qcm mehr): Blätterstöcke 30 qcm, Dadant: 45 qcm; DN Zander und Langstroth: 1 Zarge 30 qcm, 2 Zargen: 40 bis 50 qcm 
    b.) Korrekturen (je nach Prognose für Höchsttemperaturen im Schatten): über 25°: 10 qcm weniger; unter 18° 10 qcm mehr. 
    c.) Empfehlung: fangen Sie mit einer 10 qcm geringeren Verdunsterfläche an und korrigieren Sie am zweiten Tag auf die Grundeinstellung (+ Wetterkorrektur) 
  5. Einlegen in die Bienenbeute bei Oberbehandlung (Empfehlung!): 
    a.) den Applikator nun umgekehrt auf zwei Leisten von 6 bis 10mm Höhe legen und mit der Abdeckfolie zudecken. 
    b.) Bei Kunststoffbeuten den Wanderboden während der Dauer der Behandlung mit der Einlegeplatte schließen oder Varroaeinschiebetablett (Segeberger Beute) einschieben. 
  6. Am Ende der Behandlungsperiode den/die Applikator/en herausnehmen, mit zwischengelegten Abstandsleisten und offenen Verdunstungsöffnungen stapeln und trocknen lassen. So bleibt das Schwammtuch flach. 
  7. Im Oktober (frühestens zwei Wochen nach der Behandlung) Varroabefall feststellen und nötigenfalls Ergänzungsmaßnahmen vornehmen. Hierzu geben wir Ihnen rechtzeitig weitere Tipps.

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Tipp am Rande: mit Phacelia den Winterbienen helfen!

Ein großes Problem der Imker sind die Monokulturen der Bauern. Jetzt blüht nichts mehr und die Eiweißversorgung der Bienen ist selten gut. Man kann seinen Bienen gut helfen, indem man "genau jetzt" für die Pollenversorgung der Bienen im Herbst sorgt.

Wir empfehlen dazu die Bienenweide “Phacelia”. Sie stellt eine ideale Nahrunsquelle für Bienen und alle Insekten dar. Jetzt ausgesät (0,5 kg reichen für 100 qm), blüht die Phacelia in ca. 6 Wochen, genau dann, wenn sich die Winterbienen mit Eiweiß versorgen müssen.

Wir bieten Ihnen 0,5 kg Phacelia, ausreichend für ca. 100 qm, zum Preis von 9,50 € 

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Tipp zum Abschleudern: Räuberei vermeiden!

Jetzt müssen Sie darauf achten, dass an Ihrem Bienenstand keine Räuberei ausbricht.

Arbeiten Sie sehr sauber, lassen Sie nirgendwo Waben oder Futterreste stehen.
Offene Zargenmüssen Sie immer sofort mit einem Deckel verschließen.

Das gleiche gilt, wenn Sie jetzt abschleudern. Wenn Sie mehr als 5 Völker auf Ihrem Stand haben, beginnen Sie morgens sehr früh mit dem Abschleudern. Beenden Sie die Arbeit sofort, wenn Sie merken, dass Räuberei beginnt.
Führen Sie das Abschleudern erst am nächsten Tag fort.

Besser geht es, wenn Sie Bienenfluchten einsetzen, dann ist eine Räubereibeim Abschleudern nahezu ausgeschlossen.


Ist
– aus welchem Grund auch immer – eine Räuberei ausgebrochen heißt es schnell zu handeln:

  • Verengen Sie die Flüglöcher der Völker so, dass nur noch jeweils 1 Biene ein oder ausfliegen kann.

  • Stellen Sie eine Glasscheibe senkrecht leicht schräg vor das Flugloch. Räuberbienen kommen immer von vorne und werden von der Glasscheibe zunächst abgehalten. Die Wächterbienen haben so eine höhere Chance das Flugloch zu verteidigen.

  • Im Notfall hilft auch “Antirapina”.Bei leichter Räuberei links und rechts des Fluglochs einen getränkten Wattebüschel hinlegen, was die Räuber sofort vertrteibt und den Stockgeruch neutralisiert. Antirapina wehrt den Anfängen und bekämpft bereits ausgebrochene Räuberei. Wir bieten Ihnen Antirapina 100ml für 12,65

  • Bei sehr starker Räuberei kann es jedoch passieren, dass nur hilft, die Fluglöcher zu verschließen und die Bienenkästen die ausgeräubert werden mindestens 3 km weit weg zu stellen.

Wenn Sie eine ausgebrochene Räuberei nicht bekämpfen, werden die Räuberbienen alle schwächeren Völker und Ableger eines Standes ausräubern und damit töten.

Wenn Sie Ihre Bienen flüssig füttern z.B. mit Zuckerwasser sollten Sie dies nur abends vor der Dämmerungmachen, damit durch die Fütterung keine Räuberei ausgelöst wird.

Beachten auch Sie den Spruch, den schon die alten Imker immer sagten:
Vor jeder Räuberei gibt es eine Eselei.

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Wir hoffen unser Tipps für den Juli waren hilfreich!

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Aktueller Hinweis (Juni):

aus gegebenen Anlass möchten wir Ihnen gerne einen wichtigen Hinweis geben:
 
Auf Grund des nun schon dauerhaft schlechten Wetters kann es zu einer deutlichen Unterversorgung Ihrer Bienen kommen. Sie finden einfach nicht mehr genügend Nektar. Vor allem bei Völkern, bei denen intensiv Honig geerntet wurde könnten die Futtervorräte sehr knapp werden.

Unser Tipp deshalb: kontrollieren Sie Ihre Bienenvölker möglichst bald und lieber einmal zu oft. Geben Sie je nach Möglichkeit und Bedarf eine Futterwabe (Honigwabe) oder Honigwasser zur unterstützenden Fütterung. Dass Bienenvölker um diese Zeit des Jahres so zu kämpfen haben kommt sehr selten vor. Gerade deshalb hoffen wir Ihnen, insbesondere natürlich 'jungen' Imkern, hiermit einen wertvollen Hinweis zu geben.

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Unsere Ratschläge für den Juni:
noch immer sind die Bienen in Schwarmstimmung und die Honigernte ist in vollem Gange


Eine unserer Königinnen - mehr Informationen über unsere Taunus-Großimkerei: www.werner-seip.de

Die Entwicklung der Völker erreicht im Juni ihren Höhepunkt.

Weiterhin gilt es die 9-Tages-Nachschau vorzunehmen (siehe auch „Mai") um das Schwärmen der Bienen in Grenzen halten zu können - die Zeit der Schwarmstimmung dauert noch an. Auch können weiterhin Ableger von starken Völkern gebildet werden.

Wichtig ist: allerspätestens jetzt sollten Imker, die selber Königinnen züchten wollen, hiermit beginnen.

Hierzu geben wir ihnen gerne noch ein paar ausführlichere Tipps! Des weiteren geben wir Ihnen einige wertvolle Hinweise zur Honigernte, beziehungsweise Reife.

Königinnenzucht - im Detail:

  1. Zunächst wird ein Pflegevolk bestimmt. Dies muss ein starkes, gesundes Volk sein. Unser Tipp: wählen Sie ein mindestens dreiräumiges Volk aus! Entnehmen Sie diesem Volk die Königin und machen einen kleinen Brutableger - siehe hierzu auch unsere Tipps für den Mai.
  2. Das Pflegevolk wird nun auf eine Zarge gesetzt um es in Pflegestimmung zu bringen. Alle Bienen, die nicht zum Brutableger gebraucht werden, werden mit den restlichen Brutwaben in diese Zarge gegeben. Je enger das Volk sitzt, desto mehr Königinnen wird es ihnen anziehen.
  3. In das so vorbereitete Pflegevolk werden ca. 1 - 2 Stunden später die "Edelzellen" (oder "Zuchtstoff") aus dem Zuchtvolk gegeben. Hierfür empfehlen wir unsere Zuchtrahmen (in D.N. oder Zandermaß - Bild: siehe "Mai"). Achten Sie bei der Auswahl des Zuchtvolkes neben dem Ertrag auch auf die Sanftmütigkeit, Schwarmträgheit und einen ausgeprägten Putztrieb ? oder beziehen Sie den Zuchtstoff von einem Bienenzüchter Ihres Vertrauens.
  4. Nach 5 Tagen müssen alle vom Volk auf den Brutwaben angesetzten Nachschaffungszellen entfernt werden. Auch sollten Sie jetzt gedeckelte Weiselzellen im Pflegevolk vorfinden, welche nach weiteren 7-8 Tagen schlüpfen.
  5. Vor dem insgesamt 10. Tag sollten die Weiselzellen aber stets „in Ruhe" gelassen werden, da sie bis zu diesem Zeitpunkt äußerst empfindlich auf Erschütterungen und Unterkühlung reagieren - ein Folge sind verkrüppelte Flügel.
  6. Für das Verschulen der Weiselzellen in Zander-Schlupfkäfige bleibt also nur ein Zeitfenster von 2 Tagen vor dem Schlüpfen. In den Schlupfkäfig werden auch zwei Bienen aus dem Pflegevolk gegeben um die Königin mit Honig-Zuckerteig zu füttern. 
  7. Nach dem Schlüpfen der Königin kann diese (z.B. mit Hilfe unseres Königinnen-Zeichengerätes - siehe Bild) gezeichnet werden, und zur Begattung in ein EWK oder auch Mehrwabenkästchen gesetzt werden. Als Mehrwabenkästchen empfehlen wir unser Apidea-Mehrwaben-Begattungskästchen - hierbei reichen in etwa 100g Bienen pro Königin und Kästchen.

 

5-8 Tage später wird die unbegattete Königin nun brünftig und fliegt 2-3 Tage lange aus und kehrt anschließend begattet in das Begattungskästchen zurück. Hier beginnt Sie etwa 3-5 Tage später mit der Eiablage und verliert ihre Flugfähigkeit.

Tipp: für das Bestücken der Begattungskästchen eigenen sich junge Bienen besonders gut - das senkt die Schwarmstimmung und ist gut für die Königin. Tendenziell junger Bienen werden Sie habhaft, indem Sie die Bienen von offener Brut abfegen.

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Eine schöne Honigwabe von Anfang Juni
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Tipps zur Honigreife: Schleudern Sie nur "reifen" Honig.

In Jahren mit kurzer und intensiver Frühjahrstracht - wie leider auch 2009 - stehen wir Imker vor einem Problem: Honig mit zu hohem Wassergehalt (> 18%). Hierzu kommt es, da die Honigwaben mit noch recht "feuchtem" Honig verdeckelt wurden - das erschwert die Trocknung des Honigs nicht unerheblich. Auch zu kleine Fluglöcher oder zu frühes erweitern der Beuten verschlechtert die Klimatisierung des Bienenstocks und führt so zu einem zu hohen Wassergehalt im Honig.

Wichtig: verdeckelte Honigwaben sind kein Garant für einen ausreichend geringen Wassergehalt im Honig!

Unser Tipp: testen Sie den Honig vor der Entnahme und dem Schleudern der Waben auf jeden Fall mit einem Honig-Refraktometer!

Die Möglichkeiten den Wassergehalt des geschleuderten Honigs noch anzupassen sind sehr gering, da es laut Deutscher Honigverordnung nicht erlaubt ist, dem Honig etwas hinzuzufügen oder zu entziehen - auch kein Wasser.

Geschleuderten Honig mit hohem Wassergehalt kann man also nur durch mischen mit Honig von geringerem Wassergehalt lager- und verkehrsfähig machen. Einen gewissen Spielraum bietet auch die Behandlung mit dem Melitherm, da hierbei automatisch etwas Wasser aus dem Honig verdunstet.

Natürlich kann der Honig auch wieder eingefüttert werden. Dies ist jedoch sehr aufwändig und nicht ganz unproblematisch. Da Bienen im Honig ertrinken können sollten hierbei stets Schwimmhilfen bereitgestellt werden.

Da das Gärungsrisiko durch osmophile Hefen bei Honig mit hohem Wassergehalt erhöht ist, ist die richtige Lagerung hier sehr wichtig. Kühl und trocken - nur so sollten Sie Ihren "feuchten" Honig lagern!

Beachten Sie bitte auch, dass Honig mit einem Wassergehalt über 18% nur in neutralen Honiggläsern und nicht in DIB-Einheitsgläsern angeboten werden darf. Honig mit einem Wasseranteil von über 21% ist leider überhaupt nicht mehr verkehrsfähig.

Sollten Sie vorhaben Ihren "feuchten" Honig als Futter in trachtarmen Zeiten oder über den Winter zu verwenden, achten Sie bitte darauf keinen gärigen Honig einzufüttern um keine Hefe in die Bienenstöcke einzutragen.

Wir hoffen unsere Tipps waren hilfreich!


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Unsere Ratschläge für den Mai:
jetzt beginnt die Zeit der Honigernte und Schwarmstimmung 


Ein Zuchtrahmen mit gedeckelten Weiselzellen

Machen Sie jetzt die “9 Tage Nachschau” bei Ihren Bienen.

Jetzt ist die Zeit, wo die Bienenvölker Schwarmstimmung bekommen. Wenn Sie nicht wollen, dass Ihre guten Völker schwärmen und damit ein großer Teil der Honigernte und vielleicht eine gute Königin verloren geht, sollten Sie jetzt mit der 9 Tage Nachschau beginnen.

Die Entwicklung einer Könign ist folgende:

  • 3 Tage – Ei
  • 6 Tage – Made
  • 8 Tage – verdeckelt.

Wenn ein Volk schwärmen will, legt die Königin Eier in die von den Bienen vorbereiteten Schwarmzellen. Nach 3 Tagen werden aus den Eiern Maden. Weitere 6 Tage werden die Zellen dann verdeckelt. Jetzt schwärmt das Volk mit der alten Könign und nimmt einen großen Teil der Bienen mit.

Sie müssen deshalb jetzt alle 9 Tage Ihre Bienenvölker nachsehen und prüfen ob sie irgendwo Schwarmzellen (Weiselzellen) angesetzt haben. Diese Zellen müssen Sie dann ausbrechen bzw. zerstören. Nun dauert es wieder 9 Tage bis das Volk schwärmen könnte. Arbeiten Sie dabei sehr gewissenhaft und übersehen Sie keine einzige Schwarmzelle, denn sonst schwärmt das Volk bestimmt.

Wichtiger Tipp: Ein Volk mit Schwarmstimmung baut keine Mittelwände mehr aus. Sie dürfen solche Völker daher zunächst nur mit ausgebauten Waben erweitern.
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Jetzt ist auch die Zeit Ableger zu bilden.

Ein Volk mit Schwarmstimmung kann gut und gerne 3 verdeckelte Brutwaben und einige Bienen abgeben – Sie nehmen den Schwarm gezielt vorweg - gehen Sie dabei wie folgt vor:

  1. Suchen Sie zunächst in dem Volk, welches schwärmen will die Königin.
  2. Wenn Sie diese gefunden haben, setzen Sie diese in einem Käfig fest. Sie können dazu auch ganz einfach den Königinnen Abfangkäfig CLIPS benutzen.
  3. Holen Sie Ihren vorbereiteten 5 Waben Ablegerkasten, der schon mit 2 Futterwaben bestückt ist.
    Jetzt entnehmen Sie dem Volk das schwärmen will 3 schöne gedeckelte Brutwaben mit den Bienen die darauf sitzen.
    Zusätzlich kehren Sie die Bienen von 2 - 3 weiteren Waben in den Ablegerkasten.
  4. Verschließen Sie den Ablegerkasten.
  5. Das “Schwarmvolk” bekommt anstelle der entnommenen Brutwaben ausgebaute Leerwaben eingestellt.
  6. Den Ableger bringen Sie an einen Standplatz wo er ca. 3 km vom ursprünglichen Platz entfernt aufgestellt wird.
    Geben Sie dem Ableger eine gedeckelte Weiselzelle zu, so dass er sich schnell eine eigene Königin ziehen kann.
  7. Alternativ können Sie auch eine unbegattete oder begattete Königin zusetzen.
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Königinnenzucht:

Auch hierfür ist nun die Zeit! Wenn Sie selbst Königinnen ziehen wollen, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Suchen Sie sich ein schönes starkes Volk aus und entnehmen diesem Volk die Köngin, die Sie z.B. in einen Ableger einsetzen. Das Volk ist nun weisellos.
  2. Setzen Sie das Volk, je nachdem wie viele Könginnen Sie ziehen wollen z.B. auf eine Zarge zusammen.
    Je enger das Volk sitzt, desto mehr Königinnen wird es ihnen anziehen.
  3. Geben Sie 2 Stunden später den Zuchtstoff mit umgelarvten Weiselbechern in das Volk. Verwenden Sie dabei Zuchtrahmen (diese bieten wir Ihnen in D.N. oder Zandermaß an). Wie ein Zuchtrahmen mit gedeckelten Weiselzellen aussieht zeigt das Bild oben.
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Königinnen zeichnen:

Wir empfehlen unbedingt die Königin zu zeichnen. Die Zeichenfarbe für 2009 ist grün. Wenn Sie dabei die Leuchtplättchen (ohne oder mit Nummern) benutzen, finden Sie die Königin sehr leicht bei einer Nachschau oder wenn Sie die Königin zwecks Ablegerbildung finden müssen.

Das Zeichnen der Königin kann nicht jeder Imker mit der hand vornehmen. Wir empfehlen hierzu unser Zeichengerät "Modell G" Hier links im Bild. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Zeichenvorrichtungen ist
das Oberteil des Plexiglaszylinders der neuen Zeichengeräte prismenförmig ausgebildet. Beim Nach-Oben-Bewegen des Schaumstoffkissens richtet sich die Königin zwangsläufig unter dem vorhandenen Schlitz aus, wird optimal fixiert und kann mit einem Zeichenpunkt oder Zeichenplättchen versehen werden. Das Gerät
wird mit einem Stempelkissen, das mit Hilfe einer "Gewindestange" in der Konsole und darunter liegender drehbarer Fokussierscheibe auf und ab bewegt wird, hergestellt. Auch zum Flügelschneiden der Königin bestens geeignet.



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Unsere Ratschläge für den April:


Die Bienen beginnen zu bauen. Die Drohnenwaben sind schon längst bestiftet und teilweise schon verdeckelt. Diese Drohnenwabe stammt aus einem unserer "Vatervölker" wo wir schon frühzeitg mit der "Drohnenzucht" beginnen um rechtzeitig "Edeldrohnen" zur Verfügung zu haben

April, die 4.
Die Einlegeplatten aus den Kunststoffböden entfernen und Pollenernte

Tipp: Jetzt sollten die Einlegeplatten aus den Kunststoffböden entfernt werden. Wenn Sie Bausperren aus Holz einlegen (für Zanderbeuten bzw. für Segeberger Beuten) können Sie verhindern, dass die Bienen in den hohen Unterboden bzw. den Wanderboden "Wildbau" bauen.


Eine schöne Brutwabe im Frühjahr.
Man sieht die optimale Anordnung:
Futterkranz oben
Pollenkranz
Brut


Die Bienen haben jetzt schon "durchgebrütete",
d.h. die Waben sind von vorne bis hinten voll mit Brut.

Wir ernten DEUTSCHEN BLÜTENPOLLEN


Unsere Pollenfalle

Viele Imker nutzen nicht die Möglichkeit dem Kunden neben Bienenhonig auch echte Deutsche Blütenpollen anzubieten. Dabei ist die Nachfrage sehr groß

Wir haben mit unseren Beuten ein System entwickelt, das sich schon seit über 30 Jahren bewährt hat. Hiermit kann jeder Imker Pollen von seinen Bienen ernten.

Jetzt ist es an der zeit die Pollenfalle einzulegen. Da die Pollenfalle (Bild) bei unseren Beuten in den Boden eingelegt wird, ist es nicht notwendig alle Völker eines Standes mit Pollenfallen auszurüsten.  

Bitte achten Sie darauf, dass nur weiselrichtige und starke Völker die Pollenfalle eingelegt bekommen.

Anschließend wird er getrocknet - wir empfehlen für kleinere Imkereien dazu unseren Pollentrockner, der sich schon nach kurzer zeit bezahlt macht. Die Reinigung kann ganz einfach mit einem Fön vorgenommen werden. 

Hinweis: Bienenvölker die Pollen sammeln bringen etwa 10% weniger Honig.


Pollenanfall nach 3 tagen!

Unsere Pollenfallen sind so konstruiert, dass immer mindestens 20% der gesammtelten Pollen ins Volk gelangen.  Damit ist gewährleistet, dass das Bienenvolk keine Bruteinschränkung vornimmt un auch sonst keinen Schaden erleidet.

Die Pollenfallen bleiben bei uns bis Mitte / Ende Juni in den Völkern - auch bei Schlechtwetterperioden. Der Pollen sollte 2 - 3 mal pro Woche aus den Pollenschalen entnommen werden.

Einlegen der Pollenfalle

Hier sehen Sie das Einlegen der Pollenfalle mit unserer Kippvorrichtung. Die Beute ruht auf der Kippvorrichtung und der Boden kann herausgezogen werden.

Jetzt kann die Einlegeplatte entfernt werden, der Boden nochmals gesäubert und die Pollenschale mit der Pollenfalle eingelegt werden. Bilder von links nach rechts: Die Pollenschale ist eingelegt; Die Pollenfalle liegt ebenfalls im Boden; Die Beute ruht immer noch auf der Kippvorrichtung. Der Boden mit der Pollenfalle ist eingeschoben. Jetzt kann die Beute wieder verschlossen werden.

Diese Arbeiten kann ein Imker alleine ohne Hebearbeiten durchführen - mit unserer Kippvorrichtung.  Unsere Kippvorrichtung ist für Segeberger und Taunus-Zander Kunststoffmagazinbeuten erhältlich.

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April, die Dritte:
Starken Völkern den Honigraum geben


Blick in ein 2-räumiges Volk, das auch den 2. Raum komplett belegt und da ca. 7 Waben Brut hat.

Die Kirschblüte steht in unserer Region kurz bevor. Jetzt kann man starken Völkern schon den Honigraum geben. Wenn die Völker so aussehen wie im oberen Bild, dann ist es an der Zeit eine Erweiterung vorzunehmen.

In der 2. Zarge befinden sich jetzt bei starken Völkern zwischen 5 und 7 Brutwaben 

Bei einigen Völkern, mit denen wir Frühtrachthonig  ernten wollen setzen wir Flachzargenrähmchen auf. Diese Völker bekommen eine komplette Flachzarge mit Mittelwänden aufgesetzt. Zunächst wird noch kein  Absperrgitter eingelegt. Das Brutnest wird vorher noch mals kontrolliert, ggf. kann  man eine noch vorhandene Futterwabe aufritzen um die Bruttätigkeit zu fördern

Das 2 räumige Volk hat jetzt als 3. Raum eine Flachzarge mit 9 Mittelwänden. Bei weiterhin schönem Wetter sind diese Mittelwände in 8 Tagen ausgebaut und werden mit Honig voll getragen. 

Man darf nicht vergessen, dass die Wachsmotte bei diesem warmen Wetter sehr schnell mit ihrem Werk beginnt und das Wabenwerk zerstört. Wir bekämpfen die Wachsmotte, indem wir ein Gefäß mit 60% Essigsäure befüllen und in die Zargen mit den nicht gebrauchen Rähmchen oder in den Wabenschrank stellen. Der Vorteil liegt darin, dass wir neben der Wachsmotte auch noch die Nosemasporen bekämpfen. 

Man sollte jetzt auch alle Vorbereitungen für die Königinnenzucht treffen, wenn man selbst Königinnen ziehen will.
Die Begattungskästchen sollten sauber und einsatzfähig sein. Die Weiselbecher sollten vorbereitet und sauber sein (wenn man Kunststoffweiselbecher nimmt) bzw. sollten jetzt aus Wachs mit dem Formholz hergestellt werden.

Die Völker fangen jetzt an, den Baurahmen auszubauen. Nutzen Sie diese Möglichkeit der biologischen Varroabekämpfung und stellen Ihren Völkern jetzt einen Baurahmen zur verfügung, den Sie regelmäßig, nachdem er mit Drohnenbrut verdeckelt ist, ausschneiden.

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Eine unserer Bienen auf einer Apfelblüte

April, die Zweite:
Wanderimkern: die Bienen in die Obstblüte stellen

Jetzt ist es an der Zeit, wenn man Wanderimker ist, die Bienen in die Obstblüte zu stellen. Wir transportieren zur Zeit unsere Bienenvölker aus den Winterquartieren auf die Trachtstände. Aktuell in die Obstblüte.

Wie bereite ich ein Bienenvolk zur Wanderung vor?
Die noch in den Böden vorhandenen Einlegeplatten werden am Abend vor der Wanderung herausgenommen, damit die Bienen während der Wanderung genügend Luft haben. Bei einem Holzboden wird das geschlossene Bodenbrett durch einen Drahteinschub ersetzt.

Achten Sie darauf, dass die Bienen genügend “Trommelraum” haben.
Der “Trommelraum ist der Raum, in den sich die Bienen während der Wanderung als Traube aufketten. Er befindet sich zwischen der unteren Zarge und dem Draht des Bodens. Unsere Segeberger- oder Taunus – Zander Wanderböden, sowie unsere Varioböden nach Imkermeister Karl Pfefferle bieten einen genügend großen Trommelraum, so dass die Wanderung problemlos vorgenommen werden kann.

Am morgen der Wanderung:
Beginnen Sie mit dem verschließen der Fluglöcher. Hier kann man Schaumstoffstreifen nehmen, die man vorher in Wasser tränken sollte. Bequemer sind unsere Verschlußhölzer für Segeberger und Taunus-Zander Beuten. Verschließen Sie die Flüglöcher vor Beginn des Bienenfluges.

Sichern Sie jetzt die Beuten mit einem Wandergurt.
Nachdem alle Beuten so vorbereitet sind, können Sie mit dem Verladen beginnen. Achten Sie darauf, dass die Beuten nicht auf eine weiche Oberfläche gestellt werden, die das Lüftungsgitter verschließt.

Nachdem Sie an dem neuen Standplatz angekommen sind, stellen Sie erst alle Völker auf und öffnen dann die Flüglöcher. Schon nach weniger als 1 Stunde werden Sie feststellen, dass die ersten Bienen mit Pollen heim kommen.

Wichtig ist, dass der neue Standplatz mindestens 3 km vom alten Standplatz entfernt liegt, damit die Bienen nicht zurückfliegen.

TIPP:
Zu jeder Wanderung gehört neben Rauch, Abkehrbesen und Stockmeissel auch ein Wassersprüher – am besten ein Druckpumpenzerstäuber.

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Königin auf einer Wabe mit noch ganz wenig Brut

April, die Erste:
Auf Weiselrichtigkeit prüfen und Völker vereinen

Aufgrund der Witterung konnten viele Imker bis jetzt noch nicht in ihre Völker schauen und diese auf Weiselrichtigkeit überprüfen. An den nächsten warmen Tagen (+15Grad C) sollte man dies unbedingt machen. Es reicht völlig aus, wenn Sie eine Wabe ziehen und darauf gedeckelte Brut sehen. Weisellose Völker sollten Sie jetzt mit weiselrichtigen Völkern vereinigen.

Gehen Sie dabei wie folgt vor:

  1. Öffnen Sie den Deckel eines weiselrichtigen Volkes, entfernen die Abdeckfolie und legen eine Lage Zeitungspapier auf die Rähmchen oben auf.
  2. Nehmen Sie einen Bleistift und stechen ca. 20 Löcher in die Zeitung.
  3. Jetzt stellen Sie die Zarge mit dem weisellosen Volk oben auf das weiselrichtige Volk auf.
  4. Die Bienen werden sich durch das Zeitungspapier "fressen" und vereinigen.
  5. Dies ist die einzige Möglichkeit in der jetzigen Zeit einem weisellosen Volk zu helfen.
  6. Später können Sie aus diesem Volk frühzeitig wieder einen Ableger bilden.

Bitte prüfen Sie jetzt unbedingt  die Futtervorräte, die knapp werden könnten. Bei der jetzigen Witterungslage freut sich das Bienenvolk über 1 kg Neopoll. Neopoll fördert die Bruttätigkeit und hilft die Völker zu stärken.

Wenn die Witterung weiterhin so warm bleibt, können Sie bei der Kontrolle auf Weiselrichtigkeit noch folgende Arbeiten durchführen:

2 – räumige Völker:

Prüfen Sie, ob das Bienenvolk die 2 Räume braucht. Sollte es sich um ein schwaches Volk handeln, das den unteren Raum nicht oder nur ganz wenig belagert, sollte man den unteren Raum wegnehmen. Das Volk muß dann nicht 2 Räume “heizen” und die Entwicklung von kleineren Einheiten geht schneller voran.

In unserer Imkerei gehen wir darüber hinaus wie folgt vor:

2 - räumige Völker:

Wir prüfen:

  • Die Volksstärke und die Weiselrichtigkeit
  • Dann prüfen wir, ob das Volk oben oder unten sitzt Die meisten Völker zehren vom Flugloch nach hinten und von unten nach oben. Deshalb sitzen 90% der Völker oben.
  • Bei guten starken Völkern tauschen wir jetzt die Zargen. D.h. Raum 1 wird zum Raum 2 und Raum 2 wird zum Raum 1
  • Gleichzeitigen drehen wir noch die Zargen. D.h., die Seite, die am Flugloch stand, wird nach hinten gedreht, so dass die Futtervorräte jetzt “vorne” sind. Dadurch erreichen wir eine starke Reizung im Bienenvolk. Ein Aufreißen von Futterwaben entfällt.

Bitte beachten, dass man dieses Verfahren nur bei entsprechender Witterung und starken Völkern empfehlen kann.

1 räumige Völker

  • Hier setzen wir die Völker in die Mitte, wenn sie am Rand sitzen. Gleichzeitig werden auch diese Zargen gedreht.
  • Auch hier gilt das Gleiche, nur bei entsprechender Witterung und starken Völkern machen.
  • Bitte die Wasserversorgung nicht vergessen.

Wir empfehlen hierzu unsere Rillentränke zur Freiaufstellung in Verbindung Futterballon und Bredi Flaschenverschluß

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Unsere Ratschläge für den März


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Unterböden vom Wintertotenfall reinigen.

Bienenvölker die den Winter nicht überstanden haben, sollten Sie jetzt unbedingt vom Bienenstand entfernen:
Die Waben aus diesen Völkern werden ausgeschnitten und ausgeschmolzen. Die Beuten werden desinfiziert.

Wenn Sie Beuten mit offenem Unterboden besitzen, ist es jetzt an der Zeit, diese Böden durch eine Einlegeplatte zu verschließen.
Sie helfen damit dem Bienenvolk, bei steigender Brutentwicklung im Frühjahr, Kälteperioden besser zu überstehen.

Machen Sie in den nächsten Tagen eine Futterkontrolle, in dem Sie beim Reinigen der Unterböden die Völker leicht anheben.
Wenn Sie feststellen, dass ein Volk sehr leicht ist, müssen Sie diesem Volk helfen, in dem Sie ihm sofort 1 kg Futterteig z.B. Neopoll geben. Bitte kontrollieren Sie dieses Volk weiterhin, bis die Tracht einsetzt um ein Verhungern zu vermeiden.

Jetzt wird den Bienen "Sojamehl - Höselfutter" als Pollenersatz angeboten.

Das ist gerade da wichtig, wo die Bienen aktuell nicht genügend Naturpollen finden. Man nimmt eine leere Eierhürde und füllt diese mit Sojamehl (Bild oben). Bitte darauf achten, dass die Hürde nicht zu voll gemacht wird, denn die Bienen brauchen die “Höcker” um das Sojamehl “höseln” zu können.

Als Alternative oder zusätzlich  kann man ab Mitte März auch jedem Volk zur Stärkung und Brutreizung 1 kg Neopoll auflegen.

Ansonsten herrscht im März noch RUHE am Bienenstand.